Über Nina Kirste

Nina Kirste (*1990) ist Architektin und Fotografin. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist die genaue Beobachtung von Orten: ihrer räumlichen Eigenschaften, ihrer Geschichte und der Art und Weise, wie sie erlebt und in Erinnerung behalten werden. An der Schnittstelle von Architektur, Fotografie und Design übersetzt sie körperliche Erfahrungen in eine emotionale und visuelle Ebene und macht sichtbar, was wir zwar fühlen, aber noch nicht benennen können.

Ihre Praxis umfasst sowohl beauftragte als auch freie Projekte, die international publiziert und in Zusammenarbeit mit Institutionen, Galerien und Architekturbüros entwickelt werden. Zu ihren Auftraggebern und Kooperationspartnern zählen unter anderem das Vitra Design Museum, die Barragan Foundation, Galerie Stefan Vogdt, Librairie 7L, Yvon Lambert, Oliv Architekten, Hrycyk Architekten und Schüco und der Deutsche Pavillon auf der 19. Architekturbiennale von Venedig.

Im Jahr 2024 erhielt Kirste von ihrem Münchner Galeristen Stefan Vogdt den Auftrag, das Werk von Luis Barragán in Mexiko fotografisch zu dokumentieren. Aus diesem Projekt entstand The Gospel of Serenity (Nina Kirste, 2024), eine leuchtende Studie über Stille, Farbe und Transzendenz. Seitdem wurden ihre Fotografien in Deutschland, Frankreich und Spanien ausgestellt.

Aufbauend auf dieser fortwährenden Auseinandersetzung mit Barragáns Werk entwickelt Kirste derzeit gemeinsam mit der Barragan Foundation, dem Vitra Design Museum, Zeller & Moye und Josef Grillmeier eine Ausstellung und Publikation über die Casa Majahua, Barragáns kaum bekanntes Ferienhaus an der mexikanischen Pazifikküste.
Der Ort, der weitgehend undokumentiert ist und zunehmend dem Verfall preisgegeben, wirft Fragen zu Nutzungs- und Reparaturstrategien auf, um die Ruine zu neuem Leben zu erwecken.

Im Jahr 2025 arbeitete sie mit dem Designbuero Josef Grillmeier am visuellen Konzept und an der Publikation für Stresstest, den deutschen Beitrag zur 19. Internationalen Architekturausstellung der La Biennale di Venezia.

Nina Kirste ist Mitglied der Bayerischen Architektenkammer und Vorstandsmitglied im Deutschen Werkbund Bayern.

„In meiner Arbeit geht es darum, die emotionale Ebene sichtbar zu machen. Geschichten zu erzählen und Menschen sehen zu lassen, was sie vielleicht bereits fühlen, aber noch nicht benennen können.“