Über Nina Kirste

Nina Kirste (*1990) ist Architektin, Fotografin und Gestalterin. Ein Praktikum bei Espasso in New York wurde zum Wendepunkt: Dort begegnete sie im brasilianischen Design einer Sinnlichkeit, die sie wenig später nach Rio führte – und ihren Blick auf Ästhetik nachhaltig veränderte. Zurück in München arbeitete sie in renommierten Architekturbüros, gewann Wettbewerbe und verwandelte einen zweigeschossigen Speicher eines Jugendstilensembles in Wohnraum. 2023 entschied sie sich für die ganze Bandbreite ihres Könnens. Ihr Galerist Stefan Vogdt setzte sie kurzerhand in ein Flugzeug nach Mexiko, wo sie das Werk von Luis Barragán mit einer Hasselblad fotografierte – als leuchtende Studie über Stille, Farbe und Transzendenz. Die Serie erschien unter dem Titel „The Gospel of Serenity“; ihre Arbeiten werden in Deutschland, Frankreich und Spanien ausgestellt.
Zuletzt arbeitete sie am deutschen Beitrag „Stresstest“ für die 19. Architekturbiennale Venedig. Mit dem Designbuero Josef Grillmeier entwickelte sie das Erscheinungsbild und die Publikation - und blieb dafür eine Weile in der Lagunenstadt. Nina Kirste ist Mitglied der Bayerischen Architektenkammer und bringt als Vorstandsmitglied im Deutschen Werkbund Bayern das Thema REPAIR in die Gesellschaft.

„In meinen Aufnahmen findet sich das Vorgefundene, häufig auch das Beiläufige unseres Alltags. Es geht mir darum, die Dinge einfach sein zu lassen. Um die Schönheit im Unerwarteten.“